Gesundes und hochwertiges Katzenfutter

Gesundes und hochwertiges Katzenfutter

Im folgenden Ratgeber erfahren Sie, worauf Sie bei der Wahl eines gesunden und artgerechten Katzenfutters achten sollten. Zudem erfahren Sie mehr zum Thema Getreide in der Katzenernährung und warum Katzen viel Fleisch als Nahrung erhalten sollten.

Welche Faktoren spielen bei der Futterwahl eine Rolle?

Es gibt einige Punkte, die bei der Wahl des geeigneten Katzenfutters eine wichtige Rolle spielen. Neben dem Preis und der Verfügbarkeit im Handel, gibt es weitere Kriterien, auf die es zu achten gilt.

Zu betrachten ist die Wahl des richtigen Katzenfutters aus zwei Seiten. Zum einen aus der des Halters. Hier stellt sich häufig die Frage, wie teuer das Produkt ist, wo man es kaufen kann und wie einfach die Fütterung von der Hand geht. Auf der anderen Seite, also auch Sicht der Katze, ist es viel wichtiger, auf die Inhaltsstoffe und die Futtermenge zu achten. Natürlich spielen auch Häufigkeit und Zeitpunkt der Fütterung eine wichtige Rolle, auf diese wollen wir in diesem Ratgeber jedoch nicht weiter eingehen.

Dickere Katze mit Schale voll Trockenfutter
Dickere Katze mit Schale voll Trockenfutter | Foto: belchonock / depositphotos.com

Futterwahl aus Sicht des Katzenhalters

Aus Sicht des Katzenhalters will man natürlich, dass es seiner Katze gut geht und diese alles bekommt, damit es ihr gut geht und sie ein gesundes und langes Leben hat. Zeitgleich wollen die meisten Katzenhalter jedoch auch, dass das Futter nicht all zu viel kostet, also über ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis verfügt. Zudem sollte es einfach zu portionieren sein, vielerorts erhältlich sein und den Katzen schmecken.

Einigen ist es dann noch zudem besonders wichtig, dass es angenehm riecht, schön aussieht und toll verpackt wurde. Neben der Fütterung ist auch die Lagerung des Futters wichtig. Wie viel Stauraum wird benötigt und kann das Futter offen gelagert werden? Nicht selten werden Katzenhalter zudem von unseriösen Testergebnissen im Internet oder von Werbeanzeigen beeinflusst.

Futterwahl aus Sicht der Katze

In diesem Abschnitt wollen wir ein wenig darauf eingehen, für welches Futter sich eine Katze entscheiden müsste, wenn diese artgerecht und gesund ernährt wird. Um es vorweg zu nehmen: einer Katze ist es womöglich getrost egal, ob das Futter oder die Verpackung gut aussehen, das Futter günstig oder teuer ist und wie einfach es sich portionieren und lagern lässt.

Doch worauf kommt es bei der Wahl eines Katzenfutters wirklich an? Katzen sind Karnivoren, also echte Fleischfresser. Auch wenn viele Studien einem heutzutage angeblich beweisen wollen, dass Getreide und Kohlenhydrate ebenfalls als Katzennahrung dienen können, ist es Fakt, dass Katzen von Natur aus reine Fleischfresser sind. Aufgeschlossenes Getreide, oder Kohlenhydrat-Quellen wie Kartoffel und Reis gelten zwar als gut zu verdauen, einer natürlichen Ernährung der Katze entsprechen diese Zutaten dennoch nicht.

Zudem braucht keine Katze Konservierungsstoffe, Aromastoffe, Zuckerzusätze, Antibiotika aus dem Schlachtfleisch, Farbstoffe oder ähnliche chemische Zusätze. Bei einer artgerechten und gesunden Katzenernährung steht der Fleischanteil also an erster Stelle. Neben dem Fleischanteil, ist ebenso die Qualität entscheidend. Auch das Verhältnis aus Muskelfleisch und tierischen Nebenerzeugnissen sollte stimmig sein. Abgesehen vom Fleischanteil gibt es weitere wichtige Faktoren, auf die es zu achten gilt. So sollte das Futter eine ausgewogene Menge an Nährstoffen und Vitaminen enthalten. Auch der Zusatz von Taurin ist für Katzen lebensnotwendig, da Katzen dieses nur bedingt selbst herstellen können.

Frischfleisch oder Trockenfutter für die Katze
Frischfleisch oder Trockenfutter für die Katze | Foto: KalypsoWorldPhotography / depositphotos.com

Warum Katzenfutter getreidefrei sein sollte

Viele Katzenfutter enthalten Getreide und dennoch steht es zur Diskussion, ob Katzen Getreide überhaupt vertragen bzw. ob Getreide als artgerechter Bestandteil eines Katzenfutter gilt. Beschäftigen wir uns zunächst mit der Frage, warum die meisten Katzenfutter überhaupt Getreide in ihrer Zusammensetzung verwenden. Zudem werfen wir einen Blick auf die am häufigsten verwendeten Getreidesorten.

Der Hauptgrund warum viele Marken Getreidesorten in ihren Produkten verwenden dürfte auf der Hand liegen. Getreide ist billig. Zumindest billiger als Fleisch. Zudem ist Getreide als nachwachsender Rohstoff nachhaltiger als Fleisch. Und aufgeschlossenes Getreide kann zudem recht gut verdaut und verwertet werden. Des Weiteren ist es produktionstechnisch sicherlich deutlich einfacher Getreide zu verarbeiten, als es bei Fleisch der Fall wäre. Daher findet man in vielen Trockenfuttern auch kein Frischfleisch, sondern Fleisch- oder gar Knochenmehle.

Am häufigsten zu finden sind Getreidesorten wie Mais, Gerste und vor allem Weizen. In der Kritik stehen diese Getreidesorten nicht bloß, da diese nichts mit einer natürlichen Katzenernährung am Hut haben, sondern auch aufgrund des Verdachts der Unverträglichkeit. Tatsächlich tauchen auf der Liste der Auslöser für Allergien und/oder Unverträglichkeiten bei Katzen immer häufiger Getreidebestandteile auf.

Etwas anders sieht es beispielsweise bei Zutaten wie Kartoffeln und Reis aus. Diese können gekocht bzw. aufgeschlossen besser verwertet und verdaut werden. Dennoch hat sich die Katze in der freien Wildbahn auch nicht an einer Kartoffel vergnügt. Wobei wir wieder beim Thema Fleisch wären.

Fleischgehalt im Katzenfutter

Jetzt wäre geklärt, warum Getreide keine erstklassige Wahl in einem Katzenfutter ist. Doch warum benötigen Katzen einen hohen Gehalt an tierischen Bestandteilen in ihrem Futter?

Wie zuvor erwähnt zählen Katzen zur Gruppe der Karnivoren, anders gesagt zu echten Fleischfressern. Anders als bei Allesfressern der Fall, ernährt sich eine Katze in freier Wildbahn ausschließlich von tierischen Bestandteilen. Als Raubtier ist nicht nur das Gebiss, sondern auch der gesamte Verdauungstrakt der Katze auf fleischhaltige Kost ausgelegt. Die kurze Darmlänge erschwert daher das Verdauen von pflanzlichen Proteinen.

Doch Achtung! Fleisch ist nicht gleich Fleisch. Wenn Katzen ausschließlich „Abfälle“ vom Tier erhalten, wie Häute, Fälle, Geschlechtsorgane, Schwarten und mehr, so können auch diese tierischen Proteine nicht vollständig verwertet werden. Auf der anderen Seite hat eine Katze jedoch auch nicht viel davon, wenn man diese ausschließlich mit hochwertigem Filet-Steak füttern würde. Es kommt auf die Mischung und Wahl der richtigen Bestandteile an. So sollten sowohl Muskelfleisch als auch tierische Nebenerzeugnisse den Napf der Katze füllen. Dies gilt nicht nur für Barfer, sondern auch für die optimale Zusammensetzung eines Alleinfuttermittels. Zu den Lieferanten wichtiger Nährstoffe zählen unter anderem Herz, Leber, Magen und Lunge.

Der Fleischgehalt eines Katzenfutters, so sagt man in Fachkreisen, sollte bei über 70 Prozent liegen. Obst und Gemüse gelten als häufig gewählte Ergänzung. Jedoch gibt es auch hochwertige Katzen-Nassfutter, welche einen Fleischanteil von nahezu 100 Prozent anbieten. Wenn Sie Ihren Vierbeiner durch Rohfütterung ernähren oder bekochen, so können Sie den Fleischanteil der Nahrung selbst wählen. Wichtig ist es jedoch beim Barfen auf die Nährstoffe zu achten und Abweichungen ggf. durch Nahrungsergänzungen auszugleichen.

Auch Katzen kann man barfen
Auch Katzen kann man barfen | Foto: schankz / depositphotos.com

Rohfütterung, Trocken- oder Nassfutter?

Bevor man sich auf die Suche nach einem geeigneten Katzenfutter gibt, sollte man sich zunächst die Frage stellen, für welche Art der Fütterung man sich entscheidet. Neben Selbstgekochtem und Barfen gibt es zwei Hauptvarianten, um seine Katze zu ernähren. Die Rede ist von der Trockenfütterung und der Nassfütterung.

Bei der Trockenfütterung ist es besonders wichtig, dass die Katze stets ausreichend Trinkwasser zur Verfügung hat. Dies gilt zwar für jede Art der Fütterung, insbesondere jedoch für eine Trockenfütterung. Bei der Verdauung des Futters wird viel Flüssigkeit benötigt, die sich die Katze dann aus anderen Zellen des Körpers ziehen muss. Schafft die Katze es nicht, dieses Defizit im Wasserhaushalt durchs Trinken auszugleichen, so können langfristig Nierenschäden die Folge dessen sein.

Trockenfutter ist in erster Linie sehr vorteilhaft für den Halter. Es ist meist günstiger, einfacher zu transportieren, länger haltbar und damit einfacher zu lagern und es ist einfacher zu portionieren. Auf der anderen Seite stehen einige Nachteile, die hauptsächlich die Katze treffen. Denn viele Trockenfutter enthalten Konservierungsstoffe, Farb- und Aromastoffe, Geschmacksverstärker und andere Zusätze. Wenn Sie sich für ein Trockenfutter entscheiden, dann achten Sie auch hier wenn möglich auf einen hohen und hochwertigen Fleischanteil und auf eine artgerechte Zusammensetzung. Den Hauptbestandteil des Futters sollte nicht Getreide darstellen.

Kommen wir zuletzt zur zweiten Möglichkeit seine Katze durch Fertigfutter zu ernähren: das Nassfutter. Auch hier gilt: nicht jedes Nassfutter ist hochwertig und besser, nur weil es nass ist. Deklarationen und die Zusammensetzungen eines Futters verraten einem bereits viel über die Qualität. Ein hoher Fleischanteil ist in einem Nassfutter um einiges leichter zu verwirklichen, als es beim Trockenfutter der Fall ist. Einige Premium-Hersteller bieten Nassfutter mit weit über 70 Prozent an. Auch wenn Nassfutter für den Halter eher etwas unpraktisch ist, bringt eine Nassfütterung viele Vorteile für die Katze mit sich. Ein Nassfutter kann frei von Chemie hergestellt werden, sogar ohne Konservierungsstoffe. Zudem kommt es einer natürlichen Ernährung einer Katze sehr nahe, wenn der Fleischanteil hoch ist.

Jetzt haben wir gelernt, worauf es unter anderem bei einer artgerechten Ernährung einer Katze ankommt. Doch wie findet man nun das richtige Katzenfutter für meine Katze? Eine Recherche oder ein Blick auf diesen Katzenfutter Test kann Ihnen dabei helfen.

Fazit zur artgerechten und gesunden Katzenernährung

Zusammenfassend haben wir in diesem Ratgeber unter anderem folgendes gelernt. Nur weil eine bestimmte Art der Fütterung Vorteile für den Halter bringt, heißt dies nicht zugleich, dass die Katze ebenfalls davon profitiert. Des Weiteren kann Getreide zum Teil Bestandteil einer Katzennahrung sein, wenn es sich beispielsweise um aufgeschlossenen Weizen handelt. Dennoch gilt: Katzen sind Karnivoren, Getreide entspricht also keineswegs der natürlichen Ernährungsweise einer Katze.

Zudem ist es nicht nur wichtig, dass ein Katzenfutter viel Fleisch enthält, sondern auch, dass dieses ebenso hochwertig und gut zu verdauen ist. Des Weiteren gibt es verschiedene Methoden der Katzenernährung. Neben Barfen (Rohfütterung) und Selbstkochen sind Trocken- und Nassfütterung die am häufigsten genutzten Fütterungsarten.


Die Kommentare sind geschlossen.