Hochwertiges Hundefutter ohne Getreide

Hochwertiges Hundefutter ohne Getreide

Was ist wichtig bei getreidefreiem Hundefutter?

Wer sich für artgerechtes Hundefutter interessiert, wird irgendwann auf getreidefreies Hundefutter stoßen. Warum Hundefutter ohne Getreide ein wichtiger Faktor in der Hundeernährung ist, wird nachfolgend erläutert.

Besonders empfindliche Hunde benötigen getreidefreies Hundefutter

Leidet der Hund unter Allergien oder Unverträglichkeiten, kann ein Futter ohne Getreide Abhilfe schaffen. Einige Hunde werden mit Krankheiten geboren, wie beispielsweise einer Niereninsuffizienz. Diese Probleme können durch eine nicht artgerechte Fütterung schlimmer werden. In der freien Natur würde ein Hund seine nötigen pflanzlichen Nahrungsbestandteile durch den Mageninhalt seiner Beutetiere erhalten, die in der Regel Pflanzenfresser sind. Da ein moderner Hund nicht mehr selber für seine Nahrung sorgt, muss der Besitzer das richtige Futter anbieten.

Eine falsche Ernährung kann dafür sorgen, dass der Hund krank wird. Nicht jede Erkrankung ist schnell zu bemerken und kann zu bleibenden Schäden bis hin zum Tode führen.

Woran kann man eine falsche Ernährung erkennen?

  • Der Hund hat Blähungen.
  • Der Hund läuft in buckeliger Haltung, was auf Magenschmerzen hindeuten kann.
  • Das Fell ist struppig.
  • Das Fell hat keinen Glanz.
  • Das Fell geht aus.
  • Der Hund setzt unregelmäßig Kot ab.
  • Der Hund hat Durchfall.
  • Der Hund leidet unter Hautreaktionen.
  • Die Ohren sind gerötet.
  • Der Hund möchte sich nicht bewegen.

Was ist damit gemeint, wenn Getreideerzeugnisse in den Zutaten erwähnt werden?

Unter diverse Getreideerzeugnisse fallen beispielsweise:

  •  Hafer
  • Hirse
  • Mais
  • Reis
  • Weizen

Ist Getreide grundsätzliche schlecht?

Nein, wer seinen Hund barft, gibt dem Futter oft Reis hinzu. Ist der Reis frisch gekocht und nur leicht gesalzen, ist Reis für den Hund gut verdaulich. Aber diese Voraussetzungen sind im fertigen Hundefutter nicht gegeben.

Die Qualität des Futters

Enthält ein Futter Getreide, womöglich noch als erste Zutat auf der Liste, ist es nicht von bester Qualität. Enthält das Futter statt dessen beispielsweise Bananen, Äpfel, Erbsen, Süßkartoffeln, Kartoffeln, Maniok, Kürbis, Quinoa oder Pseudo-Getreide wie Hirse, Buchweizen oder Amaranth, ist das ein Zeichen für hochwertiges Futter, da es sich um gut verträgliche Kohlehydrate und damit perfekte Getreidealternativen handelt. Wenn zu diesen Futterbestandteilen noch ein hoher Fleischanteil von 80 Prozent kommt, handelt es sich um eine artgerechte Ernährung.

Napf mit einem getreidefreiem Trockenfutter für Hunde
Napf mit einem getreidefreiem Trockenfutter für Hunde | Foto: ngridsI / depositphotos.com

Warum gibt es Getreide im Hundefutter?

Es ist günstig. Getreide ist ein günstiges Füllmittel und steigert den Gewinn für den Produzenten.

Weitere Erkennungsmerkmale für ein hochwertiges Futter

Ein hochwertiges Futter hat eine offene Deklaration, bei dem jeder einzelne Bestandteil des Futters genau aufgeführt wird. Werden versteckte Begriffe verwendet, handelt es sich um eine halboffene Deklaration und es muss genau hingeschaut werden. Sind nur die Inhaltsstoffe genannt, die laut Gesetz aufgeführt sein müssen, handelt es sich um eine geschlossene Deklaration. Dies ist ein Anzeichen für minderwertiges Futter.

Hinter welchen Begriffen versteckt sich Getreide?

  • Cellulose: für den Hund unverdauliche Ballaststoffe, oft Abfallprodukte.
  • Getreidemehl: zu Mehl verarbeitetes getrocknetes Getreide
  • Gluten: Allgemeiner Begriff hinter dem sich verschiedene Getreidesorten und Nebenprodukte der Getreideherstellung verstecken
  • Mangan: Ist ein Spurenelement, das Getreide enthalten kann, aber nicht muss
  • Pflanzenproteinisolat: ein isolierter Bestandteil des Getreides, besonders schlecht bei Glutenunverträglichkeit.
  • Schrot: gemahlene Getreidekörner

Für welche Hunde ist ein getreidefreies Hundefutter wichtig?

Für folgende Hunde sollte auf ein Hundefutter ohne Getreide zurückgegriffen werden:

  • Hunde mit Allergien und Unverträglichkeiten
  • Hunde mit Reizdarmsyndrom
  • Hunde mit Niereninsuffizienz
  • andere Erkrankungen mit Auswirkungen auf den Darm
  • Welpen
  • alte Hunde

Der Vorteil des getreidefreien Hundefutters

Das Futter ist für den Hund gut verwertbar. Es darf Getreide im Futter sein, solange der Hund es verdauen kann. Hunde sind keine reinen Fleischfresser. Sie benötigen verschiedene Nährstoffe, die sich auch im Getreide finden. Hunde benötigen Vitamin A, Kupfer, Mangan oder Phosphor, was in Mais zu finden ist. Vitamin B, Magnesium, Kalium, Folsäure und verschiedene essenzielle Aminosäuren finden sich im Reis. Vorsicht ist bei Erbsenprotein geboten. In großen Mengen steht es im Verdacht, die Ursache für Unfruchtbarkeit zu sein. Besser ist es, wenn Kartoffeln im Futter enthalten sind.

Kann man den Hund einfach auf Futter ohne Getreide umstellen?

Wenn der Hund von Futter mit Getreide zu Futter ohne Getreide wechseln will, sollte seinem Hund eine Umstellungszeit gönnen. Es ist bekömmlicher für den Hund, wenn das Futter langsam umgestellt wird. Er bekommt beispielsweise 90 Prozent des alten Futters und dazu 10 Prozent des neuen Futters. Die Menge des neuen Futters kann nun alle paar Tage gesteigert werden, wenn dem Hund die Umstellung bekommt. Entwickelt der Hund Symptome, wie Durchfall, müssen die Abstände der Mengenänderungen vergrößert werden. Im schlimmsten Fall benötigt der Hund zur Umstellung Schonkost. Auch ein Hundedarm muss sich erst von schlechter Qualität erholen und an bessere Qualität gewönnen.

Es ist von Vorteil, wenn der Hund schon verschiedene Geschmacksrichtungen gewöhnt ist. Ein Tier, dass immer Huhn bekommt, wird sich mit der Umstellung schwerer tun, als ein Hund, der mal Huhn, mal Wild, mal Lamm, mal Rind und mal Fisch bekommt.

Unsicher, was die Futterumstellung betrifft?

Kein Problem, man kann fachmännische Hilfe bekommen. Viele Tierheilpraktiker bietet ihre Hilfe an, wenn das Tier auf artgerechte Fütterung umgestellt werden soll. Genauso befassen sich immer mehr Tierärzte mit der positiven Auswirkung eines artgerechten Futters.

Bemerkt man das bessere Futter?

Ja, der Hund dankt einem das gute Futter mit einem glänzenden, glatten Fell, guter Verdauung und Agilität.

Die Leckerlis nicht vergessen!

Oft snackt der Hund genauso gerne wie seine Besitzer. Man wäre wahrscheinlich erstaunt, wenn man es nachhält wie viel der Hund so nebenher snackt. Diese Snacks enthalten, wenn es sich um gekaufte Leckerlis handelt, oft jede Menge Getreide und andere Bestandteile, die nicht optimal für die Ernährung eines Hundes sind, wie Zucker.

Testberichte im Internet

Im Internet gibt es viele Testberichte und Informationen zu den verschiedenen Futterherstellern und Futtersorten. Es empfihelt sich ein Blick auf diese Praxisberichte. Auf dem Hundefutter Testportal 1a-Hundefutter.de findet man über 50 Hundefutter Testberichte unterschiedlichster Marken.

Hund vor einem Napf mit getreidefreiem Hundefutter | Foto: dusanpetkovic / depositphotos.com

Fazit

Wer sich mit dem Futter befasst, wird schnell merken, dass eine artgerechte Fütterung kein Hexenwerk ist. Es gibt viele Hinweise darauf, wie qualitativ ein Futter ist. Die Deklaration sollte möglichst offen sein, dann hat es der Verbraucher auch einfacher. Getreide und die verschiedenen Umschreibungen, genau wie Erbsenprotein sollten nicht aufgeführt sein. Der Fleischanteil sollte hoch genug sein. Liegt er unter 80 Prozent, könnten auch gute weitere Zutaten dafür sorgen, dass der Hund zunimmt. Wer seinen Hund gerne barfen möchte, der muss beachten, dass Fleisch alleine nicht ausreichend ist, es gibt einige Vitamine und Nährstoffe, die der Hund benötigt. Diese zusätzlichen Nahrungsbestandteile kann der Hund nicht alleine aus Fleisch generieren.


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