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heiltierarzt.deRatgeber für Hund & Katze

Impfkalender

Geburtsdatum eingeben, Impftermine nach StIKo Vet erhalten – zum Ausdrucken.

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Tierart
Steht im Heimtierausweis oder im Kaufvertrag. Ungefähr reicht.
Erscheint nur auf dem Ausdruck.

Wählen Sie die Tierart und geben Sie das Geburtsdatum ein – dann erscheinen hier die Termine der Grundimmunisierung.

So entsteht Ihr Impfkalender

Der Kalender rechnet vom Geburtsdatum aus die Zeitpunkte, die die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut in ihrer Leitlinie zur Impfung von Kleintieren (6. Auflage, Januar 2025) als „allgemeines Impfschema“ nennt: die 8., 12. und 16. Lebenswoche und den 15. Lebensmonat. Als Grundimmunisierung gelten alle Impfungen in den ersten beiden Lebensjahren. Die Daten sind Richtwerte – ein paar Tage früher oder später sind üblich und kein Problem. Den genauen Termin legt Ihre Tierarztpraxis fest.

Core und Non-Core

Die StIKo Vet unterscheidet zwei Gruppen:

  • Core-Impfungen – gegen diese Krankheiten sollte jedes Tier zu jeder Zeit geschützt sein. Beim Hund sind das Parvovirose, Staupe und Leptospirose, bei der Katze Katzenseuche (Panleukopenie) und die beiden Katzenschnupfen-Erreger Herpes- und Calicivirus.
  • Non-Core-Impfungen – sie werden nur unter bestimmten Bedingungen empfohlen, etwa bei Freigang, bei Reisen oder viel Kontakt zu Artgenossen. Der Kalender zeigt sie deshalb nur als „mit der Praxis besprechen“.
AlterHund (Core)Katze (Core)
8 WochenParvovirose, Staupe, LeptospiroseKatzenschnupfen (Herpes-, Calicivirus), Katzenseuche
12 WochenParvovirose, Staupe, LeptospiroseKatzenschnupfen, Katzenseuche
16 WochenParvovirose, StaupeKatzenschnupfen, Katzenseuche
15 MonateParvovirose, Staupe, LeptospiroseKatzenschnupfen, Katzenseuche

Warum so viele Termine?

Welpen und Kitten bekommen mit der Muttermilch Antikörper ihrer Mutter. Die schützen anfangs, fangen aber auch den Impfstoff ab. Wann sie abgebaut sind, lässt sich beim einzelnen Tier kaum vorhersagen – deshalb wird mehrmals geimpft. Beim Hund sind laut StIKo Vet ab der 16. Lebenswoche in der Regel keine mütterlichen Antikörper mehr zu erwarten, bei der Katze erst nach der 20. Lebenswoche. Die Impfung in der 16. Woche ist darum besonders wichtig. Wurde sie versäumt, rät die Leitlinie, im ersten Lebensjahr Antikörper bestimmen zu lassen oder noch einmal zu impfen.

Das Tier ist schon älter?

Liegen Termine in der Vergangenheit, zeigt der Kalender „überfällig – Praxis fragen“. Das heißt nicht, dass etwas falsch gelaufen ist: Vielleicht wurde längst geimpft. Schauen Sie in den Impfpass. Fehlt die Grundimmunisierung, muss ein älteres Tier nicht das ganze Welpenprogramm nachholen. Laut StIKo Vet reicht dann meist eine Impfung mit Lebendimpfstoff oder zwei Impfungen mit inaktiviertem Impfstoff im Abstand von 3–4 Wochen; eine weitere Impfung ein Jahr später schließt die Grundimmunisierung ab. Welcher Weg für Ihr Tier passt, entscheidet die Praxis.

Wie oft danach?

Nach der Grundimmunisierung ist die jährliche Rundum-Impfung nicht mehr Stand der Empfehlungen. Beim Hund wird Leptospirose jährlich aufgefrischt, Parvovirose und Staupe im Abstand von drei Jahren; für diese beiden kann eine Antikörperbestimmung bei der Entscheidung helfen. Bei der Katze empfiehlt die StIKo Vet Wiederholungen gegen Katzenschnupfen im Abstand von bis zu drei Jahren und gegen Katzenseuche im Abstand von drei Jahren. Den jährlichen Gesundheitscheck sollten Sie trotzdem beibehalten. Ausführlich erklärt ist das in unseren Ratgebern Hunde impfen und Katzen impfen.

Freigang und Reisen

Für Freigänger-Katzen empfiehlt die StIKo Vet zusätzlich die Impfung gegen Leukose (FeLV): zwei Impfungen im Abstand von 3–4 Wochen ab der 8. Lebenswoche, eine weitere nach einem Jahr – vorher sollte getestet werden, ob die Katze bereits infiziert ist. Für Reisen ins EU-Ausland brauchen Hund und Katze einen Mikrochip, den EU-Heimtierausweis und eine gültige Tollwutimpfung. Der Chip muss vor der Impfung gesetzt sein, das Tier bei der ersten Tollwutimpfung mindestens 12 Wochen alt sein, und nach der Erstimpfung gilt eine Wartezeit von 21 Tagen. Einige Länder außerhalb der EU verlangen zusätzlich einen Antikörpernachweis. Planen Sie das früh – mehr dazu im Ratgeber Mit Hund und Katze ins Ausland.

Grenzen dieses Kalenders

Der Kalender kennt Ihr Tier nicht. Er weiß nicht, womit beim Züchter schon geimpft wurde, ob Ihr Tier gesund ist oder ob besondere Risiken bestehen. Er nennt bewusst keine Impfstoffe. Nehmen Sie den Ausdruck und den Impfpass zum Termin mit – so lässt sich in der Praxis schnell klären, was als Nächstes dran ist.

Wann Sie die Praxis anrufen sollten

Hat Ihr Tier nach einer Impfung Atemnot, eine geschwollene Schnauze, Quaddeln, erbricht es wiederholt oder bricht es zusammen, rufen Sie sofort die Praxis oder den tierärztlichen Notdienst an. Ein Welpe oder Kitten mit Erbrechen und Durchfall gehört noch am selben Tag in die Praxis.

Quellen und Rechengrundlagen (4)
  1. StIKo Vet am Friedrich-Loeffler-Institut: Leitlinie zur Impfung von Kleintieren, 6. Auflage, Stand 06.01.2025
  2. StIKo Vet: Leitlinien und Empfehlungen (Übersicht)
  3. StIKo Vet: Stellungnahme zur Impfung nach Antikörperbestimmungen
  4. Europäische Union, Ihr Europa: Reisen mit Haustieren in der EU

Stand: 26. September 2026